Farbdifferenz

Als ich letztens mal wieder auf Dr. Neil Krawetz Webseite, dem Hacker Factor Blog surfte, habe ich ein altes PDF von ihm gefunden von einer Präsentation, die er auf der Black Hat 2007 gehalten hat.
Das interessante für mich war hierbei seine Methode zur Erkennung von Farbunterschieden (Seite 31), denn das ist ein häufiges Problem bei Montagen und lässt sich auch recht leicht in Photoshop einrichten :-).

Nehmen wir einfach einmal an, ich möchte eine Bank in dieses Originalbild hier einfügen:
Original
Das mache ich nun mit einer einigermaßen guten Freistellung, passe noch ein wenig die Lichtverhältnisse an und füge einen Schatten hinzu:
Montage

Stimmig sieht das allerdings noch nicht aus. Und um mir hier eine kleine Hilfe zu erstellen, die mir Hinweise gibt, was nicht passt, kann ich die oben erwähnte Methode verwenden :-).

Hierfür muss ich einfach zuerst einmal die Farben meines Bildes grob extrahieren, indem ich zuerst eine neue 50% graue Ebene im Modus „Luminanz“ über mein Originalbild lege und anschließend den Durchschnitt der verbleibenden Farben bestimme über „Filter“-„Weichzeichnungsfilter“-„Durchschnitt berechnen“.
Nun will ich die Differenz der restlichen Farben zur Durchschnittsfarbe erkennen, also stelle ich den Ebenenmodus auf „Differenz“.
Die Farbe stört mich jetzt noch ein wenig, so dass ich das Bild einfach über Farbton/Sättigung entsättige. Hierbei muss ich den Modus nicht umstellen, denn ich will eine gleichmäßig verteilte Entsättigung ohne spezielle Gewichtung der Einzelkanäle.
Als nächstes kann ich auch noch eine Auto-Tonwertkorrektur zur Verdeutlichung anlegen.

Farbdifferenz Original

Da ich weiß, dass es sich bei meinem Originalbild um keine Montage handelt, kann ich nun sehen, wie groß der Farbabstand im Bild zur Durchschnittsfarbe maximal ist.

Füge ich nun meine Bank wieder ein, sehe ich direkt, dass ihre Differenz einiges größer ist:
Farbdifferenz

Um das jetzt ein wenig anzupassen, kann ich einfach eine neue Farbton/Sättigung-Ebene mittels Schnittmaske an diese Ebene hängen und dort ein wenig die Farben verdrehen (nicht zu stark) und die Sättigung anpassen:
FarbtonSättigung

Die neue Farbdifferenz sieht dann so aus:
Farbdifferenz neu

Und die gesamte Montage so:
Montage neu

Natürlich muss man diese Technik nicht bei jeder Montage anwenden, aber als Kontrollgruppe ganz oben im Stapel kann sie m.M.n. eine gute Hilfe für passende Farben sein :-).

Es sollte übrigens selbstverständlich sein, dass die Farbdifferenz nur für jeweils eine Lichtquelle funktioniert (in diesem Fall die Hauptquelle), für weitere Lichtquellen müsste man den jeweiligen Bereich grob auswählen und das Verfahren nur dort anwenden.

Die Aktion zum Erstellen der Gruppe könnt ihr euch übrigens hier herunterladen: Farbdifferenz.atn (bei Problemen: Rechtsklick, „Speichern unter“)
Und die PSD Datei hier: Farbdifferenz.psd

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  1. 6. Dezember 2011 um 13:44

    Spitze. Werde ich bei Gelegenheit testen. Sieht interessant aus. Danke dafür

  2. alexklotz
    6. Januar 2012 um 13:21

    gefällt mir und logisch nachvollziehbar. Gruß.

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