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Farbmodi – HsY in RGB

Heute mal wieder ein kleiner Artikel über einen Farbmodus, den es eigentlich in Photoshops RGB ohnehin schon gibt, den wir allerdings ein wenig ausbauen.
Der Artikel heute ist recht ähnlich, wie die Farbteilung, geht allerdings noch ein wenig weiter und kombiniert noch einige andere Artikel.

Heute geht es nämlich um den internen RGB Farbmodus von Photoshop: HsY.
HsY was ist das?
Ihr könnt doch die Farbmodi „Farbton“, „Sättigung“, „Farbe“ und „Luminanz“? Im Gegensatz zu der verbreiteten Annahme, dass es sich hier um die HSL- oder HSB-Modi handelt, haben wir es hier nicht mit der HSV-Sättigung und der HSL- oder HSB-Helligkeit zu tun, sondern mit Chromatizität und Luminanz, der Farbton ist allerdings der gleiche.

Diese Komponenten wollen wir jetzt in unserem Bild separat behandeln und hierzu müssen wir sie natürlich erst einmal isolieren.
Ich mache das gerne über Einstellungsebenen, da somit mein Stapel flexibel bleibt, will sagen, ich kann sowohl darüber, als auch darunter problemlos Änderungen vornehmen.

Beginnen wir mit der Luminanz. Hierzu kann man einfach eine neue Helligkeit/Kontrast-Ebene erstellen im Modus „Luminanz“, anschließend eine 50% graue Volltonfarbebene im Modus „Farbe“ mittels Schnittmaske damit verbinden und nach Belieben Kurven und dodge & burn Ebenen anhängen.
(Übrigens, warum verwende ich immer Helligkeit/Kontrast? Ganz einfach, weil ich diesen Befehl sonst für nichts gebrauchen kann und somit sofort weiß, dass es sich hier um eine Dummy-Ebene handelt, die einfach nur einen Ebenenmodus zugewiesen bekommt.)

Als nächstes können wir die Sättigung (oder technisch genauer: Chromatizität) isolieren.
Hierzu erstellen wir wieder eine H/K-Ebene, diesmal im Modus „Sättigung“ und hängen eine Selektive Farbkorrektur mit Schnittmaske daran, bei der wir mit der Methode „Absolut“ sämtlichen Farben -100% Schwarz und allen Grautönen +100% Schwarz zuweisen.
Anschließend benutzen wir eine automatische Tonwertkorrektur, die wir direkt wieder umkehren (die Technik habe ich bereits hier erklärt: Anti-Auto-Tonwertkorrektur).
Dazwischen können wir nun wieder nach Belieben Kurven und dodge & burn Ebenen einfügen.
Ganz oben müssen wir jetzt noch eine Farbebene mit 255/0/0 multiplizieren, um wieder Farbe in den Stapel zu bekommen.

Als letztes wollen wir nun auch noch den Farbton isolieren.
Hierzu können wir wieder eine H/K-Ebene anlegen, diesmal im Modus „Farbton“.
Hieran hängen wir als erstes eine 50% graue Ebene im Modus „Luminanz“, danach eine 255/0/0-Ebene im Modus „Sättigung“.
Anschließend können wir wieder Kurven einfügen (eine dodge & burn-Ebene macht hier keinen Sinn, weil wir mit keinen Graustufendaten arbeiten).

Was bringt uns das jetzt?
Zum einen haben wir sämtliche Vorteile der Farbteilung, zum anderen aber auch noch mehr Kontrolle :-).
Diesmal können wir wirklich problemlos nur die Sättigung in unserem Bild mittels lokaler (dodge & burn) oder globaler (Kurven) Methoden problemlos verändern.
Auch die Farbton-Änderungen sind nun einiges intuitiver geworden, weil wir wirklich nur noch den Farbton beachten müssen und nicht mehr noch die Sättigung.
Wenn wir aus einer der Komponenten eine Maske erstellen möchten, geht das auch ohne weiteres, indem wir einfach temporär die entsprechende H/K-Ebene in den Modus „Normal“ setzen und die gewünschten Kanäle extrahieren.

Eine Aktion, die die HsY-Ebenen erstellt, könnt ihr euch hier herunterladen: HsY Ebenen.atn (bei Problemen: Rechtsklick, „Speichern unter“)

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