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Bildanalysen

Hallo zusammen,

in diesem Blogpost möchte ich euch einmal zeigen, wie ich vorgehe, wenn ich Bilder analysiere, d.h. Looks entschlüssele.

Prinzipiell gehe ich bei Bildanalysen immer von außen nach innen oder: vom Offensichtlichen zum Versteckten.

Das fängt direkt am Anfang an mit dem Format des Bildes. Ist es ein Querformat, ein Hochformat, ein Quadrat, ein Panorama…?

Anschließend betrachte ich die Proportionen des Bildes. Wie groß sind die abgebildeten Objekte im Verhältnis zueinander, wie viele große/kleine Objekte gibt es?

Wenn auch das geschehen ist, fange ich an, mich um die Komposition zu kümmern. Wie wurden die Elemente angeordnet, wo ist Freiraum, wo sind blicklenkende Linien usw.

Als nächstes sind Details gefragt (im wahrsten Sinne des Wortes): Wo gibt es viele Details im Bild, wo wurden dagegen Details entfernt/weich gezeichnet und warum?

Jetzt erst geht es für mich an die Analyse der Farben und des Kontrastes.
Hierfür habe ich mir extra eine Aktion aufgezeichnet, welche das Bild dupliziert und in 4 Einzelbilder nebeneinander legt: das Original, die Luminanz, die Sättigung und den Farbton (v.l.o.n.r.u.).

Falls ihr Interesse an dieser Aktion habt, könnt ihr sie hier herunter laden: http://dl.dropbox.com/u/7124285/JW-PiXx/Bildanalysen/Analyse.atn (Rechtsklick – „Speichern unter“).
Das sieht dann z.B. so aus: Das Bild wurde in seine Bestandteile zerlegt. (das Originalbild stammt übrigens von Jason Nelson)

Oben links sehen wir das Originalbild, daneben die Helligkeitsverteilung, unten links die Sättigungsverteilung und unten rechts den Farbton.
Was sich hieran jetzt gut erkennen lässt, ist z.B. dass das Bild sehr wenig echte Tiefen hat, die Glanzstellen nur schwach gesättigt sind, die Übergänge zwischen Licht und Schatten extrem weich sind, der Farbkontrast zwischen dem Modell und dem Hintergrund ist enorm, die Wangen sind stärker gesättigt, als der Rest des Gesichts, der Farbton von Hose und Hintergrund unterscheiden sich nur minimal, das Bild ist eine Montage (die schwarze Umrandung des Modells weißt darauf hin, da normalerweise ein Farbübergang stattfinden sollte, welcher in diesem Bild nicht vorhanden ist) etc.

Wie ihr seht, man kann direkt aus diesen einzelnen Komponenten bereits sehr viel über das Bild und die Bearbeitung ablesen (insbesondere, wenn man aus seinen Erkenntnissen direkt auch Analogien zu Photoshop herstellt und z.B. über Kurven und Farbton/Sättigung andere Bilder in einem ähnlichen Stil bearbeitet).

Nachdem ihr dann einmal herausgefunden habt, was genau euer zu analysierendes Bild zu dem macht, was es ist, ist es meistens relativ einfach, diese Ergebnisse in eure eigenen Bilder einzubinden und somit einen ähnlichen Stil zu schaffen :-)!

Ich hoffe dieser Post ist hilfreich für euch, mir haben diese Prinzipien schon sehr oft geholfen, Looks zu entschlüsseln, bzw. auch meine eigenen Bilder zu beurteilen und ggf. Verbesserungspotential zu finden.

Habt ihr auch eine bestimmte Methode, Looks zu analysieren?
Habt ihr bereits einen eignen Look entwickelt?
Kennt ihr einen Look, bei dem ihr trotz allem nicht wisst, wie er entstanden ist?

Schreibt mir bitte in die Kommentare, was euch zu dem Thema noch einfällt, ich freue mich immer über Rückmeldungen :-)!

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Kategorien:Aktionen, Tutorials
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